Mich beschäftigt die Frage, ob man das schon in den ersten Wochen spürt, oder ob sich das erst zeigt, wenn mal ein Abend schiefläuft.
Ich vertrete die Sichtweise, dass es an kleinen, alltäglichen Dingen hängt und nicht an großen Versprechen. Zum Beispiel:
- Gibt es eine Gildensatzung, die auch wirklich angewendet wird, statt nur irgendwo zu stehen?
- Wird Beute nach klaren Regeln verteilt, die vorher für alle verständlich erklärt wurden?
- Bekommt man als Neuling schnell das Gefühl dazuzugehören, etwa durch sowas wie einen Gildenwappenrock, oder bleibt man lange außen vor?
- Wie geht die Gruppe mit einem verpatzten Versuch um, hält man zusammen oder sucht man Schuldige?
Meine These: Eine Gilde, die ich lange halte, erkennt man daran, wie sie mit Reibung umgeht, nicht daran, wie gut der perfekte Abend läuft. Absprachen werden eingehalten, auch wenn's unbequem ist, und Enttäuschungen werden offen angesprochen statt ausgesessen. Diese Sichtweise kippt für mich aber, wenn jemand sagt, dass ihm vor allem das gemeinsame Ziel wichtiger ist als die Atmosphäre im Alltag, dass er also lieber eine straff organisierte Truppe will, die Fortschritt bringt, auch wenn es menschlich mal knirscht. Das ist kein falscher Ansatz, nur ein anderer Schwerpunkt. Wie seht ihr das? Ist für euch eher die Satzung und Struktur entscheidend, oder eher das Gefühl von Zugehörigkeit im Alltag? Schreibt eure Erfahrungen dazu, gerne auch ohne Gildennamen zu nennen.